Eine Akute Gastritis kommt plötzlich und zeigt sich mit folgenden Symptomen:

  • Plötzliche Oberbauch- und Magenschmerzen
  • Druckgefühl im Magen
  • Übelkeit möglicherweise auch Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Aufstoßen
  • Sodbrennen
  • Selten Durchfall

Folgende chronischen Gastritis gibt es:

  • Typ A: zugrundeliegende Autoimmunerkrankung
  • Typ B: bakterielle Infektion (Helicobacter pylori)
  • Typ C: chemisch-toxische Gastritis bedingt durch Medikamenteneinnahme

Leidest du unter einer akuten Gastritis dann ist dieser Blog genau das richtige für dich.

Leider verschreiben Ärzte bei einer akuten Magenschleimhautentzündung immer gleich Medikamente. Leider haben diese aber häufig eine gegenteilige Wirkung, der Magen übersäuert noch mehr. Ich habe es an eigenem Leib erfahren. Ich erlitt auch einmal eine akute Magenschleimhautentzündung. Die Schmerzen kamen wie angeschossen, ich hatte starke Krämpfe im Magen. Zuerst dachte ich ich hätte etwas schlechtes gegessen, also wartete ich noch einige Tage bis ich zum Arzt ging. Die Schmerzen in der Magengegend waren unerträglich.

Nach einer Magenspiegelung hatte ich dann das Resultat: Akute Gastritis. Der Arzt verschrieb mit natürlich Medikamente, welche ich auch einnahm. Die Beschwerden wurden nicht besser, sondern schlimmer, mir war es von den Medikamenten übel, musste erbrechen, hatte Kopfschmerzen und die Krämpfe wurden auch nicht besser. Nach einer Woche besuchte ich wieder meinen Arzt, dieser meinte ich vertrage ev. diese Medikamente nicht und verschrieb mit andre. Auf dem Heimweg entschied ich mich, diese garnicht erst zu testen sondern mit meinem Wissen über die Ernährung eine „Diät” zu halten um diese Entzündung nur über die Ernährung weg zu bekommen, und siehe da, ich hatte Erfolg, musste aber auch strickt sein.

Versuche die mal die ersten zwei Wochen ganz strickt zu essen. Bei jedem ist die Entzündung unterschiedlich stark und jeder Körper heilt auch unterschiedlich.
Deshalb empfehle ich dir, dich mind. 2 Wochen ganz strickt zu ernähren um dann zu spüren, ob es besser wird. Aber eins kann ich dir sagen, es ist nicht nach zwei Wochen einfach weg, aber wenn es bei dir besser ist, kannst du ev. dann ab und zu wieder etwas „Sündigen”, vielleicht liegt wieder mal ein Kaffee mit etwas Milch drin oder so. Wichtig ist, dass du im wahrsten Sinne des Wortes auf dein Bauchgefühl hörst und spürst was dir guttut. Deshalb versuche in einer Mahlzeit nicht zu viele verschiedenen Gemüse und andere Zutaten zu vermischen, damit du mit der Zeit rausfindest was du verträgst.

PHASE 1:

Lass die ersten 2 Wochen folgendes strickt weg:

  • Keinen Kaffee, Schwarztee, Alkohol, gesüsste Getränke, Kohlensäurehaltigen Getränke
  • Keine Kuhmilchprodukte (keine Milch, kein Joghut, kein Käse etc.)
  • Kein Weizen, Weissmehl
  • Kein Zucker: also nicht Süsses, keine gesüssten Müsli etc.
  • Kein Honig und anderes Süssmittel
  • Keine Früchte
  • Keine Kohl- und Blähenden Gemüse
  • Nicht zu fettig, salzig, säurehaltig oder scharf essen
  • Keine Mayonnaise, Senf, Butter, Kochbutter
  • Kein Frittiertes und Paniertes
  • Keine Nüsse

Ernähre dich die ersten zwei Wochen folgendermassen:

Getränke:

  • stilles Wasser
  • ungezuckerte Kräutertees wie Kamille-; Fenchel-, Salbei-, Schafgarbe- oder Löwenzahntee
  • Wenn du Koffein brauchst, versuch ob du Grüntee verträgst

Morgenessen:

Ich empfehle dir ein warmes Porridge aus Haferflocken. Einfach Haferflocken, Wasser und 1 Prise Salz in einem Topf unter ständigem Rühren erhitzen, 2–3 Minuten leicht köcheln lassen, bis eine breiige Konsistenz entsteht. Je länger du das Porridge kochst umso mehr Schleimstoffe entstehen, diese beruhigen deine Magenschleimhaut.

Ebenfalls besitzen diese Schleimstoffe Leinsamen und Chiasamen. Ich empfehle dir eine Vorradsdose mit 6 EL Lein- oder Chiasamen zu füllen, diese im reichlich Wasser im Kühlschrank quellen lassen. Jeden Morgen kannst du von diesem entstandenen Gelee einen EL direkt essen oder in dein Porridge einrühren. Im Kühlschrank ist der Gelee einige Tage haltbar. Du kannst jedoch auch direkt mit deinem Porridge jeden Morgen einen EL Chia- oder Leinsamen mitkochen. Bei den Leinsamen würde ich die geschroteten kaufen.

Wenn dir ein Porridge garnicht zusagt kannst du auch Dinkelzwieback essen, oder einen Brei aus Dinkelgriess machen.

Mittag und Abendessen:
Iss nur gekochte Gemüse! Keinen Salat und keine Rohkost. Am einfachsten dämpfst du das Gemüse mit etwas Gemüsebouillon oder kochst es einfach in Wasser. Oder du kannst auch ganz einfach nach dem kochen die Gemüse pürieren und einfach als Püree essen oder es zu einer Suppe pürieren.
Folgende Gemüse eignen sich:

  • Fenchel
  • Kürbis
  • Karotten
  • Zucchini
  • Aubergine
  • Artischocken
  • Spinat
  • Kartoffeln, Süsskartoffel

Folgende Eiweisse sind meistens verträglich:

  • Fisch: Forelle, Heilbutt, Kabeljau, Karpfen, Scholle, Seezunge, Steinbutt; Garnelen, Krabben
  • Hähnchen ohne Haut
  • Eier als Rührei
  • Tofu

Versuche die Eiweisse auch möglichst schonend und fettfrei zuzubereiten. Du kannst Fisch und Hähnchen ganz einfach im Ofen ohne Fettzugabe garen. Iss jedoch so wenig wie möglich tierische Eiweisse.

PHASE 2:

Nach zwei Wochen:
Nach zwei Wochen strikter Diät kommt es darauf an, ob deine Beschwerden bereits besser sind, oder nicht. Wenn nicht, musst du die Diät noch weiter durchhalten. Wenn ja kannst du langsam versuchen ab und zu eine Mahlzeit mit folgenden Lebensmittel zu ergänzen. Iss und koch aber weiterhin wie in den ersten zwei Wochen. Stell aber nicht gerade alles um, sondern versuche nur in einer Mahlzeit etwas auszutesten. Sonst weißt du dann nicht, was du noch nicht verträgst.

  • geschrotetes Vollkornbrot, Vollkornbrötchen
  • Dinkel-Vollkornnudeln
  • Vollkornreis, Amarant, Quinoa
  • säurearmes Obst: Apfel (Jonagold, Cox, Gala, Gloster, Golden Delicious), Aprikose, Erdbeeren, Honigmelone, Aprikosen, Papaya, Pflaume, Pfirsich, Wassermelone
  • Forelle, Heilbutt, Kabeljau, Karpfen, Scholle, Seezunge, Steinbutt; Garnelen, Krabben;
    nach individueller Verträglichkeit in kleinen Mengen: Lachs, Hering, Makrele
  • Mageres Rindfleisch
  • Sojamilch, Soja Joghurt
  • Ungesalzene Nüsse, nach Verträglichkeit, besser Nussmuse verwenden
  • Getreidekaffee, oder mal einen Kaffee austesten am besten mit etwas Wasser verdünnt, dass er nicht zu stark ist und am besten nicht schwarz

PHASE 3:

Wenn du auch alles aus Phase 2 wieder gut verträgst dann kannst du langsam folgendes einbauen:

  • Magere Milchprodukte: Buttermilch, Magerquark, Naturjoghurt 1,5 % Fett, körniger Frischkäse
  • Kaffee austesten, wenn noch nicht in Phase 2 probiert
  • Andere Gemüse und Früchte austesten
  • Mal Rohkost und Salate austesten

PHASE 4:

Erst wenn du alles in Phase 3 wieder verträgst, kannst du langsam versuchen dich wieder normal zu ernähren.

Es kann durchaus sein, dass du vielleicht mehrere Wochen Beschwerdefrei bist, und dann plötzlich wieder ein ziehen oder sogar Krämpfe hast. Dies kann vielleicht nach einer Einladung, einer Üppigen Mahlzeit etc. entstehen, oder wenn du „zu sauer” gegessen hast. Aber auch nach Stress oder Belastungen kann sich der Magen wieder melden.

Ich empfehle dir, dann sofort wieder 1-2 Tage ganz strickt nach Phase 1 zu essen, damit sich dein Magen wieder beruhigt.

Weiter kannst du auch vor einer Einladung tagsüber schonend essen, damit der Magen dann nur eine „schwere Mahlzeit” verarbeiten muss.

Ich hoffe, du konntest deinen Magen nur durch Umstellung der Ernährung und strikter Diät wieder beruhigen.

Auch wenn deine Magenschleimhaut wieder regeneriert ist, wird sich dein Magen weiterhin darüber freuen, wenn du dich weiterhin Basisch ernährst. Vielleicht hast du sogar Neues entdeckt und kennen gelernt.

Ich empfehle dir weiterhin mit einem waren Porridge zu starten, da es durch die Schleimstoffe wunderbar für deine Magenschleimhaut ist. Du findest viele tollen Porridge Kreationen bei meinen Rezepten. Alle sind Vegan, also kannst du weiterhin ohne Kuhmilchprodukte in den Tag starten.